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Naturschutz - weil's wichtig ist.

Entbuschung

Ich habe ja bereits an anderer Stelle erwähnt, wie wichtig der Erhalt von Offenland für unsere Flora und Fauna ist. Diese Woche ist es meine Aufgabe die Arbeiten für so eine "Offenhaltung" der Fläche anzukurbeln. Demnächst steht eine großflächige Entbuschung auf dem Plan.

Was auf dem ersten Blick wie Kahlschlag aussieht ist ein wichtiger Bestandteil der Landschaftspflege.  Viele Tier- und Pflanzenarten sind auf offene Bereiche in der Natur angewiesen. Sei es die Sand-Silberscharte bei den Pflanzen oder der Ziegenmelker bei den Tieren. Nun ist mit Entbuschung keinefalls Tablua Rasa gemeint, es ist eher ein zurückdrängen der Gehölze auf einen bestimmten Prozentsatz.

Meine Aufgabe besteht nun darin, die entsprechenden Bereiche mit der jeweiligen Entbuschungsrate zu markieren, damit später nicht zu viel des Guten geschieht. Diese Aufgabe ist relativ einfach aber dennoch langwierig. Rund 300 ha müssen zu Fuß abgeschritten werden und alle paar Meter muss eine Markierung gesetzt werden.  Im Optimalfall so, dass der nachfolgende Kollege alle Markierungen sofort erkennen kann und nicht lange suchen muss.

Nun könnte  ich euch lang und breit erklären, wie ich die Markierung setze aber ich glaube das würde in pure Langeweile ausarten, deshalb habe ich mir gedacht, ich zeige euch ein paar schöne Aufnahmen  der Natur.

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©Thomas Engst

Nach der Entbuschung steht ein Großteil dieser Kiefern nicht mehr. Wer jetzt empört aufschreit, der sei beruhigt. Es gibt noch mehr als genug von ihnen. Was mir heute bei meinem Rundgang noch so aufgefallen ist, ist diese Leistung der Natur:

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©Thomas Engst

Es ist schon erstaunlich, welche Wunder die Natur vollbringen kann. Diese Birke hat offensichtlich eine Verletzung erlitten und diese wieder zu nahezu 100% verwallt. Bei einer Verwallung schiebt der Baum neues Gewebe um die Wunde und versucht diese zu verschließen. Dabei ist es äußerst wichtig, dass die Wunde feucht gehalten wird. Es ist wie beim Menschen, trockene Wunden reißen immer wieder ein und heilen nie aus. Das letzte Bild zeigt einen Wurzelteller einer umgestürzten Birke. Auch hier kann man wieder die Leistung der Natur erkennen und Bewundern. So ein Wurzelsystem ist mit  unsrigem Geflecht an Adern zu vergleichen. Der Baum bzw. die Pflanze verdankt ihm seine Existenz. Es versorgt ihn mit Wasser, Nährsalzen und gibt ihm einen festen Stand. Aber auch Wurzelpilze, sogenannte Mykorrhiza, sind auf Wurzeln angewiesen.

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© Thomas Engst

So, dass war mal wieder ein kleiner Einblick in meine Arbeit. Lasst es euch gutgehen und bis zum nächsten Mal.

In diesem Sinne...
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