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Naturschutz - weil's wichtig ist.

Freizeittipp für Naturliebhaber: Die Goitzsche

Als Sonntagsausflug nahm ich mir heute die Goitzsche vor.  Dieses ehemalige Tagebaugebiet an der wird seit 2002 renaturiert und steht der Bevölkerung als Naherholungs- und Freizeitgebiet zur Verfügung. Bestimmte Bereiche sind aber gesperrt.

Mit Renaturierung meint man eine Nutzbarmachung im naturschutzfachlichen Sinne. Nicht verwechseln mit Rekultivierung. Bei dieser steht die wirtschaftliche Nutzung nach Abschluss der entsprechenden Maßnahmen im Vordergrund. Ehemalige Tagebaugebiete werden häufig mit Wasser geflutet um eine natürliche Stütze der Böschungen zu erreichen und um dem Grundwasser nachzugeben. Da der Wasserspiegel von alleine steigen würde, ist es sinnlos so ein Areal trocken halten zu wollen.

Zentrales Element der Goitzsche ist der Große Goitzschsee, welcher mit einer Fläche von ca. 14 km² der größte See in dem Gebiet ist. Auf Flächen des BUND entsteht eine Oase der Natur. In diesen Bereichen wird keine Wirtschaft betrieben, hier hat die Natur alle Zeit und Ruhe die sie braucht.

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©Thomas Engst

Die Gesamte Goitzsche wird nach und nach zu einem Freizeitgebiet ausgebaut. Bereits jetzt gibt es Möglichkeiten sein Talent im Wasserski, Surfen, Segeln etc. zu erproben. Mein Anliegen heute war es allerdings, den Radweg um den Goitzschesee zu probieren. Nach der Flut im Juni 2013, so hörte ich, sei der Weg stellenweise vom Hochwasser weggespült wurden. Genau das wollte ich mir einmal anschauen.

Eine sehr gute Beschreibung der Strecke gibt es hier. Die gesamte Runde ist asphaltiert und hat auch so gut wie keine Steigungen. Es eignet sich daher für die ganze Familie.

Ich halte ja nichts von Katastrophentourismus, aber die drei Stellen, an denen das Wasser die Straße weggespült hat, sollte man aber mal gesehen haben.

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©Thomas Engst

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©Thomas Engst

©Thomas Engst 
©Thomas Engst

Auf diesen Bildern kann man die Gewalt und die Kraft des Wassers zwar sehen, aber dennoch begreift man es nicht. Ganze Wege, Straßen und Landstriche wurden einfach weggespült. Bäume geknickt wie Streichhölzer. Wer diese Hindernisse überwindet, kann den Rundweg aber problemlos fortsetzen und beenden. Die Bilder und die Gedanken haben  mich aber noch eine ganze Weile begleitet.

Als weiteres Highlight gelten die Wächter der Goitzsche. Diese Metallfiguren stehen in einem Kreis und schützen die Goitzsche vor allem Übel. Ein jeder von ihnen hat einen Felsblock zu seinen Füßen, auf dem in Bildern das Ansinnen des Projektes eingemeißelt ist.  ErholungWandern  und Natur sind nur drei davon.

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©Thomas Engst

Der letzte Punkt auf meiner Tour war der Pendelturm. Mit seinem Aussehen erinnert der begehbare Aussichtsturm an einen Bohrer aus vergangenen Tagen. Nach einem kurzen Aufstieg hat man ein herrlichen Blick über die Seenlandschaft.

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©Thomas Engst

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©Thomas Engst

Ich kann jedem der mal in der Nähe ist, diese Gegend empfehlen. Wenn man sich Zeit nimmt und aufmerksam durch die Wälder fährt, stehen die Chancen nicht schlecht ein paar schöne Tierbeobachtungen zu machen. Es soll Fisch- und Seeadler sowie mannigfaltige Libellen geben. Für alle Kulturbegeisterten unter uns bzw. unter euch, ist die Halbinsel Pouch bestimmt etwas. Wer möchte kann sich dort Museen bzw. Ausstellungen anschauen.


Für all diejenigen, die sich für das Thema interessieren habe ich hier noch eine passende Website.


In diesem Sinne...
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