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Naturschutz - weil's wichtig ist.

Unter der Oberfläche steppt der Bär

Wie so oft zeigt sich die Schönheit erst bei genauer Betrachtung. In einem einzelnen Gramm Boden wuseln bis zu 100 000 Arten von Mikroorganismen. Viele davon sind uns noch vollkommen unbekannt.

Mit etwas mehr Respekt dem Boden gegenüber ließe er sich optimal zur Förderung des Pflanzenwachstums einsetzen und würde uns helfen Dünger und Pestizide zu sparen.

Forscher auf der ganzen Welt versuchen bereits seit einigen Jahren, die Geheimnisse der Mikroorganismen zu entschlüsseln. Besonderen Wert haben sie auf Gene , die für den Stickstoffumsatz oder Kohlenstoffspeicherung verantwortlich sind, gelegt.

Die Mikrolebewesen im Boden sind maßgeblich daran beteiligt, wie gut eine Pflanze gedeiht. Mit einem besseren Verständnis ließen sich Bakterienmischungen entwickeln, die das Pflanzenwachstum fördern. Mittels solchen Bakterien ließe sich eventuell auch die Produktion von klimaschädlichem Methan oder Lachgas in nassen oder gedüngten Feldern verhindern. Eine weitere potentielle Nutzung wäre der Zweig der Antibiotikaherstellung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit könnten Bakterien auch hier Anwendung finden, so sieht es zumindest das Thünen-Institut in Braunschweig.

Der Weg dahin ist allerdings noch weit und steinig. Bis jetzt steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. Klar ist aber, die Mikroorganismen konkurrieren mit der modernen Landwirtschaft um die Nährstoffe im Boden. Größere Düngermengen bringen deshalb nicht den gewünschten Erfolg. Die MO können das erhöhte Nährstoffvorkommen schneller nutzen vermehren sich dadurch stärker.

Mikroben können auch eine große Rolle spielen, ausgelaugte Flächen wieder zu beleben.  Wie dem auch sei, der Boden hat es verdient, dass wir ihn angemessen behandeln.


In diesem Sinne...
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