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Naturschutz - weil's wichtig ist.

Freiheit für Ortolane

Vor kurzem erst berichtete ich im Blog über die Missstände in Frankreich in Sachen Wilderei der Ortolane. Jetzt ist bekannt geworden, dass am Donnerstag im Laufe des Vormittags eine Rettungsaktion, durchgeführt von Aktivisten diverser Naturschutzorganisationen, erfolgte. In etwa 20 Dörfern des französischen Départments Landes wurden Ortolane aus ihren Fallen und Käfigen befreit. Dass die Naturschützer dabei nicht auf Gegenliebe stießen, bewies die Tatsache, dass die Polizei einschreiten und die Aktivisten vor Übergriffen retten musste.
Vertreter der Organisationen LPO und ASPAS übergaben symbolisch fünf verletzte Ortolane an den Präfekten des Départments Landes um auf die völlig kaputte Situation aufmerksam zu machen. Seit 1999 ist die Jagd auf Zugvögel in Frankreich verboten und dennoch schert man sich einen Dreck darum. Nach wie vor betreibt man die Jagd, welche schon Wilderei ist, mit beachtlichem Eifer. Wären die Franzosen in allem so tüchtig, gäbe es ein paar Sorgen weniger im Land. Ebenfalls ist von mutwilligem "Wegschauen" der Behörden die Rede, geht sie doch viel zu selten mit viel zu laschen Bußgeldern gegen die Strolche vor, die immer noch auf Zugvögel Jagd machen. In Anbetracht der sinkenden Zugvögelbestände hat die EU-Kommission Frankreich im Vorjahr bereits dazu aufgefordert, den Verpflichtungen aus der Vogelschutzrichtlinie besser oder überhaupt nachzukommen und endlich (wirksame) Maßnahmen gegen Wilderei zu unternehmen.
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