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Naturschutz - weil's wichtig ist.

Wenn Bäume erzählen könnten

Ich bin ja immer mal wieder an Orten an denen die Natur ihre Ruhe vor dem Menschen hat bzw. der Mensch ordentlich mit ihr umspringt. Solche Orte sind beispielsweise Auenwiesen. Diese Flächen dienen heute wie damals dem Hochwasserschutz und sind dabei viel effektiver als jeder von Menschenhand gebauter Damm. Denn sie geben dem Fluss ausreichend Fläche um sich auszubreiten und engen ihn nicht zusätzlich ein. Mitunter werden diese Wiesen auch bewirtschaftet, was sich aber größtenteils positiv auf den Artbestand auswirkt. Aber viel wichtiger ist die Auenwiese als Lebensraum. Durch die periodisch wiederkehrende Nässe haben sich spezielle Pflanzen und Gehölze an die Umstände angepasst. Besonders beeindruckend sind dabei die teils uralten Eichen. Solche einsamen Riesen stehen meist als Einzelbaum auf der Fläche und können sich zu ihrer typischen Form entfalten. Vom Menschen weitestgehend unbeeinflusst wachsen sie über die Jahre zu der typisch gedrungenen Form die wir kennen. Manchmal allerdings macht die Natur einem solchen Baum auch einen Strich durch die Rechnung.


Diese Eiche wurde irgendwann von einem Blitz getroffen und in mehrere Teile gesprengt. Was für den Baum persönlich großer Mist ist, ist von Vorteil für andere Bewohner. So haben sich diverse Höhlenbrüter in den morschen Stamm eingenistet und auch in den Ästen der Krone fanden sich Spuren von Nestern. Dies ist wieder ein schönes Beispiel dafür, dass die Natur nichts verschwendet und alles einer erneuten Nutzung zugeführt wird. Können wir uns mal eine (ordentlich große) Scheibe abschneiden.



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