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Straßenbau mit Plastikmüll

Erst neulich stellte ich im Blog die Bemühungen aus Zigarettenkippen neue Gebrauchsgegenstände herzustellen, da trudelt heute die nächste Meldung ein. Rotterdam machte die auf sich aufmerksam, da man in Zukunft recycelten Plastikmüll im Straßenbau einsetzen möchte. Die Überlegungen dahinter sind einfach wie naheliegend. Herkömmliche Straßen bestehen zu einem guten Teil aus Asphalt und brauchen im Bau vergleichsweise lange. Fallen dann in den unten liegenden Schichten Ausbesserungsarbeiten an, so müssen die oberen Schichten aufwendig abgetragen werden und anschließend komplett erneuert werden. Zusätzlich zu  diesen Problemen ist die Herstellung von Asphalt alles andere als umweltverträglich. Alle bisherigen Alternativen scheiterten an der erforderlichen Belastbarkeit. Einen neuen Anlauf wagt die niederländische Firma VolkerWessels. Recyceltes Plastik soll zukünftig im Straßenbau zum Einsatz kommen.




[caption id="attachment_3127" align="aligncenter" width="560"]Straßenentwurf aus recyceltem Plastik.  Foto: VolkerWessels Straßenentwurf aus recyceltem Plastik. Foto: VolkerWessels[/caption]

Aktuell befindet sich das Projekt PlasticStreet genannte Vorhaben zwar noch in der Konzeptphase, allerdings soll in den nächsten drei Jahren ein erstes Pilotprojekt starten. Die Stadtverwaltung Rotterdam hat sich bereits interessiert gezeigt und ein paar Straßenzüge zu Testzwecken freigegeben. Man erhofft sich von Plastik-natürlich finanzielle Vorteile. So könnten Straßenstücke direkt in der Fabrik produziert werden und werden am Einsatzort lediglich montiert. So könnte sich die Bauzeit erheblich verkürzen. Außerdem könnte der Straßenbau so einen Beitrag zum Verschwinden der Müllberge leisten. Schauen wir also in Zukunft und drücken die Daumen (Quelle: the Guardian).

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